Die letzten Tage habe ich in München verbracht, meiner alten Heimat zu Studientagen. Und dort gab es auch auch einen kulinarischen Trend zu entdecken, der hier in Zürich entweder noch nicht angekommen oder bisher an mir vorbeigegangen ist (wobei ich schwer auf Letzteres tippe). Es handelt sich um Frozen Joghurt. Beim Bummeln durch Schwabing taten sich mir gleich mehrere keine Läden auf, die in Anbetracht der Sommerhitze guten Umsatz mit dem Verkauf von Frozen Joghurts machten. Mit ganz individuellem Kundenangebot (auch hier scheint sich das Paradigma aus der Marketingbranche durchgesetzt zu haben, dass auf moderne Kundenbedürfnisse mit maßgeschneiderten Lösungen reagiert werden muss): eine reiche Auswahl an Toppings, aus der man sich ein paar aussuchen (und manchmal auch im Buffetstil auf seinen gefrorenen Joghurt laden) darf. Die Palette reicht von Saucen (dunkle Schokolade, weisse Schokolade, Mango, Himbeeren, Erdbeeren …) über frisches Obst zu Nüssen oder Süßigkeiten (M&M´s, Gummibärchen, Baumkuchenstücke …). War eine schwere Entscheidung, wenn man nur drei Toppings zur Auswahl hat 😉

Von diesem Trend war ich sofort überzeugt, und das aus mehreren Gründen: Gefrorener Joghurt ist kalorienärmer als Sahneeis, frisch hergestellt frei von Konservierungsstoffen und die verschiedenen Toppings, die man sich aussuchen darf, machen das ganze abwechslungsreich.

Warum also nicht selbermachen? Das habe ich mir als erstes gedacht, als ich wieder daheim in Zürich angekommen war (immer noch bei größter Sommerhitze) und mein Koffer abgestellt hatte. Da ich keine Eismaschine besitze, ist das mit der Eisherstellung im klassischen Sinne sowieso etwas schwierig, der Frozen Joghurt also eine perfekte Alternative, nebst den oben genannten Vorteilen. 
Man kann einfach einen Joghurtbecher für zwei Stunden ins Gefrierfach stellen. Um ihn anschließend aus der Form zu bekommen, habe ich ihn kurz mit heißem Wasser übergossen. Der Joghurt war außen wirklich gefroren und innen noch nicht steinhart, was ich gut fand. Dazu habe ich mir die folgenden drei Toppings ausgesucht (wir bleiben brav bei den Anglizismen, die sich hier durchgesetzt haben): ein Beerenkompott (siehe unten für das Rezept) sowie ein paar gehackte Haselnüsse und Schokowürfel (am besten qualitativ hochwertige Schokolade nehmen und selbst hacken).
In München bin ich ja praktisch permanent in Erinnerungen an die Studienzeit geschwelgt, die an so vielen Ecken der Stadt wieder wach geworden sind. Und mit dem Frozen Joghurt auf meinem Balkon bin ich dann in Erinnerungen an den jüngsten Münchenbesuch geschwelgt (den ich auch mit Frozen Joghurt verbinden werde ;-)). Wie gesagt, bei dem Trend mache ich gerne mit, und das sage ich sicher nicht über alles, was gerade angesagt ist (das beste Beispiel dafür sind die Smartphones). Egal ob ganz selbstgemacht oder in einem hübschen Laden unterwegs mitgenommen.

Beerenkompottfür 4 Portionen250 g Heidelbeeren250 g Himbeeren30 g brauner Zucker1/2 unbehandelte Zitrone (Abrieb & Saft)Die Beeren verlesen und gründlich waschen und trocknen. Die Zitrone waschen, die Schale abreiben und dann den Saft auspressen. In einer Pfanne den Zucker erhitzen, bis er schmilzt und leicht karamellisiert. Die Herdtemperatur herunterschalten. Dann 2/3 der Beeren sowie den Abrieb und Saft der Zitrone in die Pfanne geben. Alles ca. 15 Minuten langsam einkochen lassen. Dann den Rest der Beeren unterheben und vorsichtig umrühren.