Es gibt kaum ein Gemüse, zu dem es herrlicher ist, literweise badischen Weißwein zu trinken, als zu Spargel. Und es gibt für mich ohnehin kaum ein Gericht, das unter Zugabe von mindestens ein paar Bröckchen Fetakäse nicht NOCH besser schmeckt. Jetzt stellt euch vor: Wochenende, Sonne auf der Haut, Musik im Ohr und die oben besagten drei Komponenten Spargel, Fetakäse und Wein, dazu ein gemütliches Pläuschchen und Bewegung nur, wenn entweder das Weinglas leer war, man die Hand mit einem weiteren Stückchen Spargeltarte zum Mund führen musste oder ein anderes Körperteil die Pole Position in Sachen Sonne einnehmen sollte – kein Wunder, dass es da neben ein paar Sommersprossen mehr auch die gute Laune noch gratis obendrauf gab.  Weil ich noch ein riesenhaftes Paket Filoteig im Kühlschrank hatte (in einem Anfall von einem komplett aus dem Ruder gelaufenen orientalische-Spezialitäten-Gelüste-Wahn hatte ich drei gekauft, zwei waren mittlerweile abgelaufen), hat sich das doch direkt als knusprige Unterlage für meine Spargeltarte angeboten, dann noch ein paar Zuckerschoten als Begleitung für Spargel und Fetakäse – tataaah, fertig war sie, die ohne zu übertreiben unkomplizierteste und dabei leckerste Tarte, die ich seit langem gegessen habe.

Spargeltarte mit Fetakäse und Zuckerschoten

Hier kommt das Rezept für die Spargeltarte mit Fetakäse und Zuckerschoten (für eine längliche Tarteform 35×10 cm): 300 g grüner Spargel 80 g Zuckerschoten etwa 3 EL Olivenöl 3-4 Blätter Filoteig (je nach Größe, in der Form übereinandergeschichtet sollten sich mindestens 6 Lagen ergeben) 100 g Fetakäse 2 EL Schmand 100 ml Sahne 2 Eier Salz, Pfeffer, Chiliflocken 

Spargeltarte mit Filoteig

Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die harten
Enden vom grünen Spargel abschneiden. Spargel in Salzwasser 5 Minuten
blanchieren, nach 3 Minuten bis zum Ende die Zuckerschoten dazugeben.
Abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken, dann behalten Spargel und
Zuckerschoten ihr sattes Grün und garen nicht mehr weiter. In einem Sieb
Spargel und Zuckerschoten gut abtropfen lassen. Eine Tarteform (meine
hat die Maße 35×10 cm, ihr könnt aber auch eine runde Form nehmen und
die Enden des Filo-Teigs einfach überstehen lassen) mit etwas Olivenöl
einpinseln. Da es die Filoteigblätter zumindest bei unserem local
Cheftürken in allen möglichen Formen und Maßen gibt, ist es auch hier im
Prinzip wurscht, welche ihr nehmt. Hauptsache ihr habt eine Schere. 😉
Filoteig-Blätter also so zuschneiden, dass die Ränder leicht an der
Form überlappen. Insgesamt sollten am Ende mindestens 6 Lagen Filoteig
in der Form liegen. Das erste Filoteigblatt in die geölte Form legen,
dann wieder dünn mit Olivenöl bepinseln, dann das nächste obendrauf,
dann wieder Olivenöl und dann bitte munter so weiterstapeln, bis alle
Teigblätter aufgebraucht sind. 50 Gramm Fetakäse, Schmand, Sahne und
Eier miteinander verrühren (geht auch brachial mit Pürierstab) und mit
Salz und Pfeffer würzen. Spargelstangen auf die Breite der Form
zuschneiden. Sahnefüllung in die Form geben. Grünen Spargel und
Zuckerschoten nebeneinander darauf verteilen, restlichen Fetakäse
darüberbröckeln und mit Chiliflocken bestreuen. Im vorgeheizten Ofen auf
mittlerer Schiene bei 200 Grad etwa 20 bis 25 Minuten backen.

Tarte mit grünem Spargel, Fetakäse und Zuckerschoten

Die Spargeltarte mit Fetakäse schmeckt natürlich direkt aus dem Ofen,
mir persönlich aber sogar noch besser, wenn sie nur noch lauwarm ist.
Dazu ein schönes Glas kühlen Weißwein – pörfäkt! Und wenn noch was übrig
bleibt, schmeckt sie zu fortgeschrittener Frühlingsnachtsstunde auch
noch kalt. 😉